Sonderausgabe des „KfW-impuls“ für die Freien Berufe in Kooperation von KfW-Bankengruppe und BFB (PDF-Dokument vom April 2010)
Für einen Großteil der Freiberufler ist es seit jeher schwierig, an Kredite zu gelangen, insbesondere da meistens eher Kleinkredite benötigt werden, die für die Banken wenig attraktiv sind. Nicht nur die großen Privatbanken, auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken unterstützen Freiberufler und Unternehmungen meist nur bei vorhandenem Eigenkapital oder anderen „harten“ Sicherheiten, wie vorfinanzierte Sachmittelbestände.
Auch die Existenzgründerdarlehen der KfW-Mittelstandsbank sind nur von eingeschränktem Nutzen, da der Zugang zu den KfW-Programmen ausschließlich über die Hausbank („Hausbankprinzip“) möglich ist. Das Hausbankprinzip fordert, dass der Kreditnehmer nur über seine Hausbank an einen Kredit der KfW gelangen kann. Vielen Freiberuflern bleibt daher der Zugriff auf die Kreditförderprogramme des Bundes verwehrt.
Seit Jahren fordert der BFB zur besseren Versorgung der Freien Berufe mit Krediten, dass neue Finanzierungsmodelle entwickelt werden, die als Sicherheiten auch sogenannte „Soft Skills“ berücksichtigen. Dabei bedarf es auch einer besseren Ausbildung der Mitarbeiter im Bankgewerbe, insbesondere bei der Bewertung freiberuflicher Tätigkeiten und dem Rating von Freiberuflerpraxen, -kanzleien und –büros sowie einer Erweiterung der Entscheidungsspielräume bei der Kreditvergabe.
Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurde immerhin im Frühjahr 2009 ein neues Finanzierungsinstrument insbesondere für die mittelständische Wirtschaft aufgelegt: KfW-Sonderprogramm Mittelständische Wirtschaft, das sich insbesondere auch an Freiberufler richtet. Weitere Informationen, auch zu anderen Förderkrediten gibt es direkt bei der KfW-Mittelstandsbank. Dort gibt es auch Übersichten über die tagesaktuellen Konditionen der einzelnen Programme.
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