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Abgrenzung Freier Beruf oder freie Mitarbeit

Freie Mitarbeit ist nicht deckungsgleich mit Freier Beruf oder Freiberuflichkeit:

Freie Mitarbeit beschreibt ein Vertragsverhältnis, das kein Arbeitsverhältnis darstellt.

So kann ein freier Mitarbeiter entweder Freiberufler oder Gewerbetreibender sein.

Die Zuordnung richtet sich nach der inhaltlichen und tatsächlichen Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses.

Freie Mitarbeiter gelten somit i.d.R. als Selbstständige.

Wenn ein freies Mitarbeitervertragsverhältnis zur Diskussion steht, ist auch immer die Problematik einer möglichen Scheinselbstständigkeit zu beachten. Aus den eingereichten Unterlagen muss immer deutlich hervorgehen, dass eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen wurde. Es besteht die Möglichkeit, das Statusfeststellungsverfahren bei der Clearing Stelle der Deutschen Rentenversicherung Bund einzuleiten. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Verfahrensdauer häufig sehr lang sein kann und die Entscheidung der DRB keineswegs als "Persilschein" zu verstehen ist.

Zur Vermeidung einer scheinselbstständigen Beschäftigung sollte im Vertrag stehen, dass der Freiberufler nicht in den Betriebsablauf des Auftraggebers eingebunden und auch nicht weisungsgebunden tätig ist. Weiter sollte vermerkt sein, dass der Freiberufler bemüht ist, die vereinbarte Leistungen zu erbringen, die Erfüllung jedoch nicht zwingend gegeben ist. Auf den Zusatz, dass der Freiberufler keine bzw. nur eingeschränkt Mitarbeiter einsetzen darf, sollte verzichtet werden.

Musterverträge für eine freie Mitarbeit sind im Internet zu finden.

Freelancer ist der englische Begriff für 'freier Mitarbeiter' und wird im Wesentlichen in der IT-Branche verwendet.