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Unfallversicherungspflicht für Freiberufler

Träger der Gesetzlichen Unfallversicherung sind die gewerblichen Berufsgenossenschaften (BG). Eine Versicherungspflicht besteht für die unten stehenden Personen, ansonsten besteht für Selbstständige in der Regel nur dann Versicherungspflicht, wenn Arbeitnehmer beschäftigt sind, die über den Arbeitgeber gegen Arbeitsunfälle versichert sind. Es existieren aber auch hier einige Ausnahmen: So haben derzeit einige der gewerblichen branchenspezifischen Berufsgenossenschaft kraft ihrer Satzung eine Versicherungspflicht auch für den Unternehmer/Freiberufler selbst geregelt. In diesem Fall muss mit der Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit eine Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft erfolgen. Über die zuständige Berufsgenossenschaft informiert der Verband der Gesetzlichen Unfallversicherung (www.dguv.de). Während alle anderen Sozialversicherungszweige paritätisch finanziert werden, also je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sind die Kosten der GUV alleine vom Arbeitgeber zu tragen.

Es besteht Versicherungspflicht u.a. für folgende Freiberufler (alle in der BGW):

  •          Krankengymnasten
  •          Physiotherapeuten
  •          Hebammen
  •          Masseure
  •          Medizinische Bademeister
  •          Fußpfleger
  •          Logopäden
  •          Kranken- und Altenpfleger

 

Von der Versicherungspflicht explizit befreit sind u.a.:

  •          Selbstständig tätige Ärzte
  •          Zahnärzte
  •          Tierärzte
  •          Psychologische Psychotherapeuten
  •          Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  •          Heilpraktiker
  •          Apotheker