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Einstiegsqualifizierungen

Betriebliche Einstiegsqualifizierungen (EQ) sind ein im Rahmen des Ausbildungspaktes entwickeltes Angebot, das jungen Menschen mit Vermittlungshemmnissen als Brücke in die Berufsausbildung dient. Eine Einstiegsqualifizierung ist ein betriebliches Langzeitpraktikum von mindestens sechs bis maximal 12 Monaten, das bereits Elemente eines Ausbildungsberufes vermittelt. Die Agentur für Arbeit leistet dem Arbeitgeber einen Zuschuss zur Vergütung von derzeit bis zu 216 Euro im Monat und übernimmt die pauschalierten Sozialversicherungsbeiträge. Eine anschließende Übernahme in Ausbildung sollte angestrebt werden, ist aber nicht zwingend.

Mit einer Übergangsquote in betriebliche Berufsausbildung von über 60 Prozent haben sich betriebliche Einstiegsqualifizierungen in den vergangenen Jahren auch bei den Freien Berufen als ein erfolgreiches Instrument zur beruflichen Integration junger Menschen und zur Stabilisierung und Ausweitung betrieblicher Berufsausbildung erwiesen.

Rechtliche Grundlage der EQ bildet der § 54 a SGB III.


Einstiegsqualifizierung Plus

Laut Erkenntnissen der Begleitforschung konnte mit EQ bislang vor allem nicht vermittelten Ausbildungsplatzbewerbern die Tür in die Ausbildung geöffnet werden. EQ Plus baut auf diesem erfolgreichen Ansatz auf und zielt darauf ab, EQ verstärkt förderungsbedürftigen Jugendlichen anzubieten, insbesondere wenn sie ihre Berufswahl schon weitgehend abgeschlossen haben. Diese Jugendlichen sollen mit gezielten Unterstützungsangeboten in die Lage versetzt werden, eine EQ erfolgreich abzuschließen und in Ausbildung einzumünden. In diesem Sinne ist EQ Plus kein neues Instrument, sondern eine zielgerichtete Kombination von EQ mit bereits existierenden Unterstützungsangeboten für schwächere Jugendliche.

Zu den gezielten Unterstützungsangeboten gehören beispielsweise:

  • Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) einschließlich sozialpädagogischer Begleitung, die bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen der/s Jugendlichen von der Bundesagentur für Arbeit und Trägern der Grundsicherung finanziert werden,
  • ergänzende berufsschulische Angebote, z.B. um schulische Defizite abzubauen (z.B. EQ-Plus-Konzept in Sachsen-Anhalt),
  • Betreuung durch (ehrenamtliche) Mentoren-/Patenprogramme, ggf. Fortsetzung der Betreuung durch Berufseinstiegsbegleiter,
  • betriebliche Nachhilfe- oder vergleichbare private Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung schwächerer Jugendlicher, z.B. über Stiftungen, Verbände, Kammern.


Für die zielgerichtete Nutzung von EQ im Sinne von EQ Plus bedarf es eines doppelten Mentalitätswandels: Bei Betrieben sollte eine noch stärkere Öffnung für förderungsbedürftige Jugendliche erfolgen. Bei Jugendlichen sollte die praxisorientierte Berufsvorbereitung im Betrieb einer Maßnahme im „geschützten Raum“ (in der Schule oder bei einem Träger) vorgezogen werden. Die allgemeinbildenden Schulen, alle Paktpartner und die Agenturen für Arbeit unterstützen die Jugendlichen dabei, sich in diesen Fällen für eine EQ als betriebliche Berufsvorbereitung zu entscheiden, z.B. über Informationen in Beratungsgesprächen und in der Elternarbeit.

 

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