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Hier informieren wir kompakt über Nachrichten rund um das Thema Coronavirus.


BFB-Forderung aufgenommen: Verbesserungen bei Überbrückungs- und Neustarthilfe

Die Bundesregierung beschloss am 9. Juni 2021 Verbesserungen bei der Überbrückungs- und Neustarthilfe: Die Neustarthilfe fürSolo-Selbstständige wird verlängert und erhöht sich von bis zu 1.250  Euro pro  Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können  Solo-Selbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen. Damit ist eine zentrale und immer wieder vom BFB (zuletzt mit Schreiben des BFB zusammen mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Selbständigen – BAGS – an das BMWi, BMAS, BMF und Bundeskanzleramt Mitte Mai) adressierte Forderung für kleine Freiberufler-Einheiten und Solo-Selbstständige erfüllt worden.


OECD-Beschäftigungsausblick 2021 veröffentlicht

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlichte am 7. Juli 2021 ihren „Beschäftigungsausblick 2021“. Der Studie zufolge kostete die Corona-Krise 2020 im Vergleich zum Vorjahr in den OECD-Ländern rund 22 Millionen Arbeitsplätze. Weltweit summieren sich die Arbeitsplatzverluste auf 114 Millionen. Trotz der einsetzenden Erholung  wurden in den OECD-Ländern acht Millionen mehr Arbeitslose registriert, sodass die Beschäftigungsquote voraussichtlich bis Ende 2022 unter dem Vorkrisenniveau bleiben wird. Zudem bescheinigt der OECD-Bericht in seiner Ländernotiz zu Deutschland dem deutschen Arbeitsmarkt Robustheit in der Corona-Krise, weil die Beschäftigungsquote im zweiten Halbjahr 2021 ihr Vorkrisenniveau übertreffen soll. Des Weiteren stieg in Deutschland die Arbeitslosigkeit aufgrund von Corona nur geringfügig.


Corona-Pandemie beeinflusst Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland kaum

Das zeigt eine Auswertung aktueller Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durch das ifo Institut, die am 22. Juli 2021 veröffentlicht wurde. Vor allem von September 2019 bis März 2020 stieg die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren im Durchschnitt der OECD-Länder um über 50 Prozent. In Deutschland könne hingegen kaum ein Anstieg festgestellt werden, so die Autoren.


OECD: Regierungen müssen mehr für Krisenfestigkeit und Vertrauen tun

Dieses Fazit zieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in der aktuellen Auflage von „Government at a Glance“ (Regierung und Verwaltung auf einen Blick), die am 9. Juli 2021 vorgestellt wurde.


Zahl der Unternehmensinsolvenzen könnte steigen

Der Bankensektor, die Politik und die Aufsicht sollten sich auf steigende Unternehmensinsolvenzen einstellen. Das rät der Ausschuss für Finanzstabilität in seinem achten Bericht zur Finanzstabilität in Deutschland, der als Unterrichtung (19/30738) vorliegt. Darüber informierte der Deutsche Bundestag am 12. Juli 2021.


OECD-Studie „SME und Entrepreneurship Outlook 2021“

Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem „SME und Entrepreneurship Outlook 2021“ vom 28. Juni 2021 schreibt, strapazierte die Corona-Krise kleine und mittlere Unternehmen (KMU) weltweit stark. Dank staatlicher Unterstützungspakete meisterten sie die Krise aber weitgehend. Es gibt bereits positive Signale der Erholung. Auch erhöhte sich die Resilienz vieler KMU. Mehr als die Hälfte der KMU in den OECD-Ländern nutzten während der Pandemie verstärkt digitale Anwendungen, sodass sie ihren digitalen Rückstand gegenüber größeren Unternehmen verringern konnten. Überdies benennt die Studie weiteren Chancen, aber auch Herausforderungen.


Kommunalfinanzen und Corona: Neue Haushaltskrisen drohen

Städte, Gemeinden und Kreise in Deutschland erwirtschafteten 2020 trotz der Corona-Krise einen Überschuss. Allerdings basiert dieser ausschließlich auf den umfangreichen Hilfen von Bund und Ländern. Ohne diese stünde das größte Defizit der Geschichte in den Haushaltsbüchern. In den Folgejahren drohen neue Haushaltskrisen. Das sind zentrale Ergebnisse des „Kommunalen Finanzreports 2021“, den die Bertelsmann Stiftung am 6. Juli 2021 veröffentlichte.


Frühjahrsprojektion der Bundesregierung

Die Bundesregierung rechnet in ihrer am 27. April 2021 vorgestellten Frühjahrsprojektion für dieses Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,5 Prozent. Für 2022 wird ein Wachstum von 3,6 Prozent erwartet. Die Projektion der Bundesregierung berücksichtigt, dass die weitreichenden Maßnahmen zur Beschränkung der sozialen Kontakte im öffentlichen Raum zum Schutz von Gesundheit und Leben im Laufe des zweiten Quartals 2021 graduell gelockert werden können. Danach wird von einer schrittweisen und maßvollen Lockerung der Verhaltensmaßnahmen ausgegangen. Die Bundesregierung schätzt, dass die Erwerbstätigenzahl 2021 leicht rückgängig um 60.000 Personen sein wird. Im kommenden Jahr dürfte dann ein Beschäftigungsaufbau um 290.000 Personen eintreten.


Altmaier zieht Bilanz zu einem Jahr Konjunkturpaket

In einem Videostatement zog Peter Altmaier MdB (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, am 3. Juni 2021 eine Zwischenbilanz zu einem Jahr Konjunkturpaket zur Abfederung der Folgen der Corona-Krise. Dank Staatshilfen von fast 300 Milliarden Euro habe die deutsche Wirtschaft das Schlimmste mittlerweile überstanden. Durch verschiedene Instrumente konnten vermutlich mehr als eine Million Arbeitsplätze erhalten bleiben. Zudem sei die Zahl der Insolvenzen niedriger als noch vor der Krise. Altmaier hält ein Wirtschaftswachstum von bis zu vier Prozent für möglich. Für die nächsten Monate sei ein Mix an Instrumenten erforderlich, darunter auch eine Verlängerung der Hilfen für bedürftige Unternehmen über den 30. Juni 2021 hinaus.


Weniger Corona-Hilfen abgerufen als bereitgestellt wurden

Der Bund stellte in Zuschussprogrammen 150 Milliarden Euro bereit. Hiervon wurden bislang rund 24 Prozent abgerufen. Für die Soforthilfen des Bundes wurden 50 Milliarden Euro veranschlagt, von denen weniger als ein Drittel in Anspruch genommen wurde. Auch bei den anschließenden Überbrückungshilfen liegt das Volumen der ausgezahlten Gelder deutlich unter den veranschlagten Summen (Überbrückungshilfe I: 5,6 Prozent, Überbrückungshilfe II: 10,4 Prozent, Überbrückungshilfe III: 28,18 Prozent). Von den Novemberhilfen wurden etwa 56 Prozent der verfügbaren Mittel ausgezahlt, von den Dezemberhilfen rund 33 Prozent. Kredite aus dem KfW-Sonderprogramm, die in unbegrenzter Höhe zur Verfügung stehen, wurden bisher mit einem Gesamtvolumen von rund 46 Milliarden Euro zugesagt. Dies analysierte das ifo Institut in einer Publikation, die am 17. Juni 2021 veröffentlicht wurde.


Selbstständige: Frauen deutlich stärker betroffen als Männer

Die rund 4,2 Millionen Selbstständigen in Deutschland mussten in der Corona-Pandemie häufiger Einkommenseinbußen hinnehmen als abhängig Beschäftigte, die meist über das Kurzarbeitergeld abgesichert sind. Selbstständige Frauen, die rund ein Drittel aller Selbstständigen ausmachen, traf es dabei nochmals härter als selbstständige Männer. Während sich bei rund 47 Prozent der männlichen Selbstständigen das Einkommen verringerte, waren es bei den weiblichen Selbstständigen etwa 63 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, veröffentlicht am 14. April 2021.


Lebenserwartung in der EU sinkt aufgrund von Corona

Laut  einer  Mitteilung  des  statistischen  Amtes  der  Europäischen  Union  (EU)  vom  7.  April  2021  nahm  die  Lebenserwartung  bei  der  Geburt  in  der  EU  in  den  letzten  zehn  Jahren  zu:  So  ist  die  Lebenserwartung seit den 1960er-Jahren im Durchschnitt um mehr als zwei Jahre pro Jahrzehnt gestiegen.  Die  neusten  verfügbaren  Daten  zur  Lebenserwartung  in  2020  zeigen  allerdings,  dass  seit  dem  Ausbruch  der  Corona-Pandemie  im  vergangenen  Jahr  die  Lebenserwartung  in  der  überwiegenden Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten mit verfügbaren Daten für 2020 gesunken ist.


„Corona-Daten Deutschland“: Neues Datenangebot online

Von der aktuellen 7-Tage-Inzidenz bis zu den Corona-Regeln für einen bestimmten Landkreis – seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Relevanz aktueller Daten und Statistiken noch einmal deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund veröffentlicht das Statistische Bundesamt (Destatis) das neue Datenangebot Corona-Daten Deutschland. Die Plattform Corona-Daten Deutschland“ stellt aktuelle und regional tief gegliederte Datensätze aus amtlichen und nichtamtlichen Quellen zur Verfügung, die im Zusammenhang mit der Corona-Krise relevant sind. Hierüber informierte das Statistische Bundesamt am 12. Juli 2021.


Infografik des BMWi zu Corona-Hilfen

Auf seiner Website veröffentlicht das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wöchentlich einen illustrierten Überblick zu den bewilligten Finanzierungsvolumina.


„European Statistical Recovery Dashboard“ gestartet

Europäische Daten zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bereiche Wirtschaft, Finanzen und Soziales sind seit dem 17. Dezember 2020 im „European Statistical Recovery Dashboard“ des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) verfügbar. Es geht zurück auf eine Initiative des Statistischen Bundesamtes im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und wurde zusammen mit Eurostat und den EU-Mitgliedstaaten entwickelt.


 

Stand 26. Juli 2021

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