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Hier informieren wir kompakt über Nachrichten rund um das Thema Coronavirus.


Frühjahrsprojektion der Bundesregierung

Die Bundesregierung rechnet in ihrer am 27. April 2021 vorgestellten Frühjahrsprojektion für dieses Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,5 Prozent. Für 2022 wird ein Wachstum von 3,6 Prozent erwartet. Die Projektion der Bundesregierung berücksichtigt, dass die weitreichenden Maßnahmen zur Beschränkung der sozialen Kontakte im öffentlichen Raum zum Schutz von Gesundheit und Leben im Laufe des zweiten Quartals 2021 graduell gelockert werden können. Danach wird von einer schrittweisen und maßvollen Lockerung der Verhaltensmaßnahmen ausgegangen. Die Bundesregierung schätzt, dass die Erwerbstätigenzahl 2021 leicht rückgängig um 60.000 Personen sein wird. Im kommenden Jahr dürfte dann ein Beschäftigungsaufbau um 290.000 Personen eintreten.


Mehrheit der Jugend fürchtet um ihre berufliche Zukunft

Die Corona-Krise führt zu einer wachsenden Verunsicherung junger Menschen im Hinblick auf die Situation am Ausbildungsmarkt. 71 Prozent aller Befragten – das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr – sind der Ansicht, dass sich die Chancen auf einen Ausbildungsplatz durch Corona verschlechtert haben. Bei Jugendlichen mit niedriger Schulbildung sind es sogar 78 Prozent. Für zukünftige Studierende sieht es deutlich besser aus: Weniger als ein Viertel (24 Prozent) aller Befragten glaubt, die Chancen auf einen Studienplatz seien durch Corona beeinträchtigt. Das zeigt eine Befragung der Bertelsmann Stiftung, deren Ergebnisse am 29. April 2021 veröffentlicht wurden.


Auswirkungen der Corona-Krise auf den Ausbildungsmarkt

Laut einer am 22. Februar 2021 veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung plant ein Zehntel der ausbildungsberechtigten Betriebe, ihr Angebot an Lehrstellen im Ausbildungsjahr 2021/2022 einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten. Bei Betrieben, die stark von der Pandemie betroffen sind, ist der Anteil mit einem Viertel noch höher.


Selbstständige: Frauen deutlich stärker betroffen als Männer

Die rund 4,2 Millionen Selbstständigen in Deutschland mussten in der Corona-Pandemie häufiger Einkommenseinbußen hinnehmen als abhängig Beschäftigte, die meist über das Kurzarbeitergeld abgesichert sind. Selbstständige Frauen, die rund ein Drittel aller Selbstständigen ausmachen, traf es dabei nochmals härter als selbstständige Männer. Während sich bei rund 47 Prozent der männlichen Selbstständigen das Einkommen verringerte, waren es bei den weiblichen Selbstständigen etwa 63 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, veröffentlicht am 14. April 2021.


30 Prozent der jungen Selbstständigen mit Existenzsorgen

Junge Selbstständige, die erst kurze Zeit am Markt sind, leiden unter der Corona-Krise besonders stark. Das zeigt eine Umfrage von KfW Research in Kooperation mit der Gründerplattform, veröffentlicht am 15. März 2021. Seit Ausbruch der Krise haben 40 Prozent der befragten Selbstständigen mehr als die Hälfte ihrer Umsätze verloren. Aufgrund dieser Einbußen halten es 30 Prozent der Befragten mindestens für wahrscheinlich, ihre berufliche Selbstständigkeit aufgeben zu müssen. Anders als im etablierten Mittelstand hat die Krise bei den jungen Selbstständigen für Frauen häufiger negative Auswirkungen.


Folgen der Corona-Pandemie in zehn Zahlen

Das Statistische Bundesamt gab am 31. März 2021 einen Überblick über besonders einschneidende Veränderungen im Corona-Jahr 2020 und zu Beginn des Jahres 2021. Eine Auswahl der zehn Fakten: Das Bruttoinlandsprodukt ging 2020 um 4,9 Prozent gegenüber 2019 zurück. Gemessen am BIP in jeweiligen Preisen errechnet sich für 2020 eine Defizitquote von 4,2 Prozent, das zweithöchste Staatsdefizit seit der deutschen Vereinigung. Die Reallöhne gingen um durchschnittlich 1,1 Prozent gegenüber 2019 zurück. Im Studienjahr 2020 gab es rund 21 Prozent weniger ausländische Studienanfänger. Überdies ist die Bevölkerung 2020 zum ersten Mal seit 2011 nicht weiter gewachsen.


Schnelleres Impftempo entscheidend für Konjunkturerholung

Eine globale Konjunkturerholung ist in Sicht, hängt aber entscheidend davon ab, dass weltweit schneller geimpft wird. Die Schutzmaßnahmen und Abstandsregeln müssen dabei zugleich weiter eingehalten werden, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in der Zwischenausgabe ihres Wirtschaftsausblicks, präsentiert am 9. März 2021.


Lebenserwartung in der EU sinkt aufgrund von Corona

Laut  einer  Mitteilung  des  statistischen  Amtes  der  Europäischen  Union  (EU)  vom  7.  April  2021  nahm  die  Lebenserwartung  bei  der  Geburt  in  der  EU  in  den  letzten  zehn  Jahren  zu:  So  ist  die  Lebenserwartung seit den 1960er-Jahren im Durchschnitt um mehr als zwei Jahre pro Jahrzehnt gestiegen.  Die  neusten  verfügbaren  Daten  zur  Lebenserwartung  in  2020  zeigen  allerdings,  dass  seit  dem  Ausbruch  der  Corona-Pandemie  im  vergangenen  Jahr  die  Lebenserwartung  in  der  überwiegenden Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten mit verfügbaren Daten für 2020 gesunken ist.


Infografik des BMWi zu Corona-Hilfen

Auf seiner Website veröffentlicht das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wöchentlich einen illustrierten Überblick zu den bewilligten Finanzierungsvolumina.


„European Statistical Recovery Dashboard“ gestartet

Europäische Daten zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bereiche Wirtschaft, Finanzen und Soziales sind seit dem 17. Dezember 2020 im „European Statistical Recovery Dashboard“ des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) verfügbar. Es geht zurück auf eine Initiative des Statistischen Bundesamtes im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und wurde zusammen mit Eurostat und den EU-Mitgliedstaaten entwickelt.


BIP gesunken, 200 Milliarden Euro weniger Wirtschaftsleistung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war 2020 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um fünf Prozent niedriger als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber 2020 insgesamt weniger stark aus als 2009 mit minus 5,7 Prozent. Das teilte Destatis am 14. Januar 2021 mit. Am gleichen Tag veröffentlichte das ifo Institut Berechnungen, wonach der Rückgang des BIP um fünf Prozent einen Ausfall von rund 200 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung bedeutet im Vergleich zu einer Prognose ohne Corona-Krise von plus einem Prozent.


 

Stand 29. April 2021

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