Nachrichten

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Hier informieren wir kompakt über Nachrichten rund um das Thema Coronavirus.


Der Bundespräsident erkennt an, dass Ärzte und Apotheker jenseits der Erschöpfung ihren lebensrettenden Beruf verrichten – Videobotschaft vom 26. März 2020

Die Bundeskanzlerin garantiert Unternehmen und Freiberuflern staatliche Hilfe – Fernsehansprache vom 18. März 2020

Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit bezeichnet auch die Freien Berufe als wichtig für unser Leben und für den Erfolg unserer Marktwirtschaft – Rede anlässlich der Generaldebatte „Bewältigung der Corona-Krise“ im Deutschen Bundestag am 25. März 2020.


BIP erreicht frühestens 2022 Vor-Corona-Niveau

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung veröffentlichte am 23. Juni 2020 seine Konjunkturprognose. Für Deutschland wird mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2020 um 6,5 Prozent gerechnet. Für das Jahr 2021 wird ein Wirtschaftswachstum von 4,9 Prozent prognostiziert.


DATEV-Corona-Barometer: Gefährdungslage bei Unternehmen sinkt

Der Anteil betroffener Unternehmen, die laut Steuerberater ohne staatliche Unterstützung in ihrer Existenz bedroht wären, ist in der aktuellen, inzwischen fünften Befragungswelle gegenüber der vorherigen Befragung Anfang Mai um zehn Prozentpunkte auf 22 Prozent gesunken. Auch unter Einbezug der staatlichen Unterstützungsleistungen ist der Trend leicht positiv, hier geht der Anteil existenzgefährdeter Unternehmen von sechs auf vier Prozent zurück. Während staatliche Hilfen im März und April noch kaum bei den Unternehmen angekommen waren, besserte sich die Lage im Mai leicht. Konnte in der vierten Welle rund ein Viertel der Unternehmen den Eingang staatlicher Hilfen verbuchen, ist in der fünften Welle der Anteil nun auf 31 Prozent gestiegen. Das teilte die DATEV am 3. Juni 2020 mit.


Jedem vierten Solo-Selbstständigen droht das Aus

Dies ist ein Ergebnis einer Kurzexpertise des ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung vom 29. Mai 2020. Die Forscher befragten über 16.000 Solo-Selbstständige: Jeder Vierte hält es für sehr wahrscheinlich, die eigene Selbstständigkeit in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen. Bei knapp 60 Prozent ist der monatliche Umsatz um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Jeder Zweite konnte seine Tätigkeit zum Zeitpunkt der Umfrage nicht mehr ausüben.


Im Mai waren 7,3 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit

Das ergaben exklusive Berechnungen des ifo Instituts, die am 2. Juni 2020 vorgestellt wurden. In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen. In der Corona-Krise hatten die Unternehmen ursprünglich 10,1 Millionen Arbeitnehmer zur Kurzarbeit angemeldet. Laut Daten des ifo Instituts wurden davon tatsächlich 71,6 Prozent in Kurzarbeit geschickt. Im Gegensatz zur Finanzkrise, als über 80 Prozent der Kurzarbeiter in der Industrie beschäftigt waren, wird Kurzarbeit in der Corona-Krise über fast alle Wirtschaftszweige hinweg eingesetzt.


Steuerschätzung

Erstmals seit der Finanzkrise 2009 und bedingt durch die Corona-Krise sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen. Das teilte das Bundesministerium der Finanzen am 14. Mai 2020 im Nachgang zur Sitzung des Arbeitskreises „Steuerschätzungen“ mit. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass der Staat in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger einnimmt als im vergangenen Jahr, ein Minus von mehr als zehn Prozent. Verglichen mit der Steuerschätzung vom Oktober 2019 werden die Steuereinnahmen 2020 insgesamt um 98,6 Milliarden Euro niedriger ausfallen als erwartet.


ILO zu weltweiten Verlusten bei Arbeitszeit und Beschäftigung

Die Weltarbeitsorganisation (ILO) rechnet damit, dass wegen der Corona-Krise die geleistete Arbeitszeit im zweiten Quartal 2020 weltweit um 6,7 Prozent sinkt. Laut ILO entspricht das 195 Millionen Vollzeitbeschäftigten. In Europa dürfte die Arbeitszeit um geschätzte 7,8 Prozent beziehungsweise um die Arbeitszeit von 15 Millionen Vollzeitkräften abnehmen. Insgesamt sind laut einer Pressemitteilung der ILO vom 7. April 2020 derzeit rund 2,7 Milliarden arbeitende Menschen von Anti-Corona-Maßnahmen betroffen – das sind rund 81 Prozent aller Arbeitskräfte weltweit.


Ethikrat zu Corona-Ausstiegsstrategie

Am 7. April 2020 stellte der Deutsche Ethikrat seine Ad-hoc-Empfehlung „Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise“ vor. Darin fordert er eine öffentliche Debatte über eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen, auch wenn es dafür aus Sicht des Gremiums derzeit noch zu früh ist. Thematisiert wird in dem Papier auch der Aspekt der Priorisierung medizinischer Hilfeleistung (Triage).


Stand 26. Juni 2020

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