Nachrichten

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Hier informieren wir kompakt über Nachrichten rund um das Thema Coronavirus.


Der Bundespräsident erkennt an, dass Ärzte und Apotheker jenseits der Erschöpfung ihren lebensrettenden Beruf verrichten – Videobotschaft vom 26. März 2020

Die Bundeskanzlerin garantiert Unternehmen und Freiberuflern staatliche Hilfe – Fernsehansprache vom 18. März 2020

Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit bezeichnet auch die Freien Berufe als wichtig für unser Leben und für den Erfolg unserer Marktwirtschaft – Rede anlässlich der Generaldebatte „Bewältigung der Corona-Krise“ im Deutschen Bundestag am 25. März 2020.


Bundeskanzlerin ruft zum Dialog auch mit Kleinunternehmern auf

Auf ihrer sogenannten Sommerpressekonferenz nannte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel als dritte Priorität der Arbeit der Bundesregierung in der Pandemie, den gesellschaftlichen Zusammenhalt soweit wie möglich zu bewahren. Sie sagte, „die Pandemie belastet Menschen sehr ungleich. Sie macht ganze Gruppen der Bevölkerung besonders verwundbar. Ich denke (…) an Kleinunternehmer, die um ihre berufliche Existenz bangen, und an Künstler und Künstlerinnen. Auf sie alle müssen wir besonders achten. Wir müssen immer wieder versuchen, sie zu unterstützen und ihnen Angebote zu machen. Vor allem müssen wir – dazu trage ich bei, aber ich ermuntere auch alle Mitglieder der Bundesregierung dazu – immer wieder mit diesen Gruppen im Gespräch bleiben.“ Der BFB hält in diesem Kontext daran fest, gerade für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer auch in den Freien Berufen im Rahmen der Überbrückungshilfe einen Unternehmerlohn einzuziehen.


Interimsprojektion zur Corona-Krise der Bundesregierung vorgestellt

Die Bundesregierung rechnet in ihrer am 1. September 2020 vorgestellten Interimsprojektion für dieses Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 5,8 Prozent. Für 2021 wird ein Wachstum von 4,4 Prozent erwartet. Die Projektion der Bundesregierung beruht auf der Annahme, dass es nicht nochmals zu einer Beschränkung der sozialen Kontakte im öffentlichen Raum zum Schutz von Gesundheit und Leben wie in der zweiten Hälfte des März und im April kommen muss. Überdies schätzt die Bundesregierung, dass die Erwerbstätigkeit 2020 um 380.000 Personen zurückgehen und dass die Arbeitslosigkeit 2020 im Jahresdurchschnitt auf 5,9 Prozent steigen wird.


Infografik des BMWi zu Corona-Hilfen

Auf seiner Website veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie am 2. September 2020 einen illustrierten Überblick zu den bewilligten Finanzierungsvolumen. Insgesamt wurden zum Stichtag 1. September 2020 Corona-Hilfen im Volumen von 68,3 Milliarden Euro bewilligt. Diese setzen sich zusammen aus dem KfW-Sonderprogramm (43,6 Milliarden Euro), den Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler (mindestens 14,3 Milliarden Euro), dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (6,4 Milliarden Euro) sowie Bürgschaften der Bürgschaftsbanken (900 Millionen Euro) und Großbürgschaften (2,7 Milliarden Euro). Im Rahmen des kürzlich gestarteten Überbrückungshilfeprogramms für kleine und mittelständische Unternehmen wurden ca. 51.500 Anträge im Volumen von rund 863 Millionen Euro gestellt und rund 443 Millionen Euro bewilligt.


Firmen rechnen mit Einschränkungen für weitere 8,5 Monate

Die deutsche Wirtschaft rechnet wegen Corona mit einer Einschränkung des öffentlichen Lebens für weitere achteinhalb Monate. Das teilte das ifo Institut am 10. August 2020 mit. Dienstleister rechnen mit 8,9 Monaten, der Handel mit 8,6 Monaten, der Bau mit 8,2 Monaten und die Industrie mit 7,8 Monaten. Unter den Dienstleistern führt das Institut auch einzelne Freiberufler auf. So rechnen beispielsweise Architekten und Ingenieure mit neun Monaten und Steuerberater, Rechtsanwälte sowie Wirtschaftsprüfer mit 8,7 Monaten. ‚


Erwartete Normalisierung der eigenen Geschäftslage

Laut einer weiteren Meldung, die das ifo Institut am 13. August 2020 veröffentlichte, erwarten die deutschen Unternehmen erst in durchschnittlich elf Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Künstlerische und unterhaltende Tätigkeiten sind besonders von der Corona-Pandemie betroffen. Sie vermessen den Zeitkorridor mit 17,5 Monaten.


Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland

Dieser erweist sich in der Corona-Krise als robust und ist in den ersten Monaten nach Ausbruch der Pandemie noch gewachsen. Das geht aus dem „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt 2020“ hervor, den die Bertelsmann Stiftung am 12. August 2020 veröffentlichte. Zugleich macht die Ausnahmesituation laut der Autoren soziale Unterschiede sichtbarer und verschärft die Probleme bestimmter Bevölkerungsgruppen.


IfM Bonn zur Mittelstandsbelebung durch die Krisen-Instrumente

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn konstatiert in einem am 2. Juni 2020 vorgestellten Hintergrundpapier, dass die Krise Unternehmen zeitlich verzögert trifft. So argumentiert auch der BFB. Die Forscher benennen überdies bei ihren Ausführungen zur Überbrückungshilfe explizit Freiberufler und stellen fest, dass Solo-Selbstständige mit geringen oder keinen betrieblichen Fixkosten kaum davon profitieren. Hieran lehnt sich die BFB-Forderung an, wonach insbesondere für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer der Lebensunterhalt einbezogen werden muss.


Selbstständige stärker betroffen als Beschäftigte

Zwei Drittel der Selbstständigen (66 Prozent) verzeichneten während der Corona-Krise Umsatzrückgänge. Hingegen musste die überwiegende Mehrheit der Arbeiter, Angestellten und Beamten (80 Prozent) beim Gehalt keine Einbußen hinnehmen. Das ist eines der ersten Teilergebnisse einer interdisziplinären Studie unter Federführung des Bundesministeriums für Gesundheit, an dem unter anderem das ifo Institut und das Meinungsforschungsinstitut forsa beteiligt sind, worüber am 13. Juli 2020 berichtet wurde.


Ein Fünftel der deutschen Firmen hält sich für gefährdet

Ein gutes Fünftel der deutschen Unternehmen (21 Prozent) sieht sein Überleben durch die Corona-Krise gefährdet. Das ergibt sich aus einer Umfrage des ifo Instituts, die am 6. Juli 2020 veröffentlicht wurde. Hierzu lieferten auch die BFB-Konjunkturumfrage Sommer 2020 sowie die BFB-Schnellumfrage besorgniserregende Zahlen.


Kurzarbeit geht zurück

In einer Meldung vom 3. September 2020 teilte das ifo mit, dass die Zahl der Kurzarbeiter im August auf 4,6 Millionen Menschen sank, nach 5,6 Millionen im Juli. Der Rückgang war vergleichsweise kräftig im Handel, beim Gastgewerbe und bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, aber wesentlich geringer in der Industrie.


Steuerschätzung

Erstmals seit der Finanzkrise 2009 und bedingt durch die Corona-Krise sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen. Das teilte das Bundesministerium der Finanzen am 14. Mai 2020 im Nachgang zur Sitzung des Arbeitskreises „Steuerschätzungen“ mit. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass der Staat in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger einnimmt als im vergangenen Jahr, ein Minus von mehr als zehn Prozent. Verglichen mit der Steuerschätzung vom Oktober 2019 werden die Steuereinnahmen 2020 insgesamt um 98,6 Milliarden Euro niedriger ausfallen als erwartet.


Stand 4. September 2020

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