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BFB-Diskussion: Werte im Wandel

Die Stabübergabe des Präsidentenamtes von Prof. Dr. Wolfgang Ewer an Friedemann Schmidt bei einer Abendveranstaltung im Allianz Forum in Berlin-Mitte rahmte ein kurzweiliges, aber anspruchsvolles Programm. In ihrer virtuellen Grußbotschaft anerkannte Dr. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, die Leistung der Freiberufler gerade in der Corona-Krise.

Als erste Amtshandlung begrüßte der frisch gewählte BFB-Präsident Friedemann Schmidt im Anschluss an die BFB-Mitgliederversammlung rund 90 geladene Gäste bei der ersten Präsenzveranstaltung des BFB seit Beginn der Pandemie. Die Stabübergabe des Präsidentenamtes von Prof. Dr. Wolfgang Ewer an Friedemann Schmidt im Allianz Forum in Berlin-Mitte rahmte ein kurzweiliges, aber anspruchsvolles Programm.

Eingangs begrüßte der Hausherr, Daniel Bahr, Mitglied des Vorstands der Allianz Private Krankenversicherungs-AG, die Anwesenden. In ihrer virtuellen Grußbotschaft anerkannte Dr. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, die Leistung der Freiberufler gerade in der Corona-Krise. Und sie warf einen eindrucksvollen Blick auf Wurzeln sowie Zukunft der Europäischen Union und auf die mit der EU verknüpften Werte, die es – wie auch insbesondere die Rechtsstaatlichkeit – zu bewahren gilt: „Wir haben gezeigt, wie stark wir sind, wenn wir vereint sind – vereint durch unsere Werte. Sie geben uns ein stabiles Fundament, für heute und für unsere gemeinsame Zukunft“, so Dr. von der Leyen.

Den nächsten Programmpunkt moderierte Dr. Helene Bubrowski, Korrespondentin in der Berliner Parlamentsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Unter der Überschrift „Gesellschaft in Transformation – die treibenden Werte, ihre Quellen und ihre Grenzen“ diskutierten Dr. Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des Philosophie-Magazins, und Prof. Dr. Matthias Jestaedt, Direktor des Instituts für Staatswissenschaft & Rechtsphilosophie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zur Einstimmung wurde BFB-Ehrenpräsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer interviewt. Er schickte der Diskussion voraus: „Freiheit ist konstitutiv für unsere Gesellschaft, für unsere Werte, für unser Zusammenleben. Aber die aktuellen Herausforderungen zwingen mitunter dazu, in Abwägung mit anderen verfassungsrechtlich geschützten Belangen auch Einschränkungen einzelner Freiheiten hinzunehmen – letztlich um dauerhaft ein Leben in Freiheit zu schützen.“

Prof. Dr. Jestaedt führte aus: „Im geistigen Meinungskampf muss man sich konfrontieren lassen. Die Meinungsfreiheit beinhaltet auch die Freiheit, etwas zu sagen, was schockiert, was irritiert. In der freien Auseinandersetzung bildet sich – so die Hoffnung – das beste Argument heraus.“ Für Dr. Flaßpöhler ist „der Freiheitsgedanke noch nie für die Freiheit des Einzelnen gedacht, sondern als Freiheit für alle Menschen.“ Die Runde wurde von turi2.tv übertragen und ist dort nachzuhören.

In seinem Schlusswort hielt BFB-Präsident Friedemann Schmidt fest: „Wir Freiberuflerinnen und Freiberufler schränken unsere professionelle und persönliche Freiheit selbst ein, indem wir sie an übergeordneten Werten wie Gesundheit, Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit und Kultur ausrichten, damit wirken wir beispielgebend in die Gesellschaft hinein.“ Dann lud er die Anwesenden ein, das Gesagte bei bilateralen Gesprächen zu vertiefen.

Der BFB dankt seiner wachsenden Zahl an Partnern und Sponsoren und insbesondere der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, der Deutschen Anwalt- und Notar-Versicherung – Sonderabteilung der ERGO Lebensversicherung AG und der Allianz Private Krankenversicherungs-AG.

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