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Bundesverband der Freien Berufe kritisiert Mittelstreichung bei der Leseförderung

Berlin, 18. Juni 2026. Der Bundesverband der Freien Berufe kritisiert die Ankündigung der Bundesregierung, die Bundesmittel für die Lesefrühförderung auslaufen zu lassen. Das Projekt „Lesestart 1-2-3“ der Stiftung Lesen wird vom Bundesfamilienministerium seit 2007 unterstützt und soll ab 2027 keine Mittel des Bundes mehr erhalten. Über dieses Projekt werden Kleinkinder früh mit Bildbüchern in Berührung gebracht. So erhalten Kinder, die zur Vorsorgeuntersuchung in eine Kinderarztpraxis kommen, dort ein Kinderbuch geschenkt. Auf diese Weise sollen Familien animiert werden, mit ihren Kindern gemeinsam ein Bilderbuch anzuschauen beziehungsweise dieses vorzulesen.

„Wir sind ein rohstoffarmes Land. Unsere wirtschaftliche Stärke basiert auf Forschung, Innovation und Entwicklung. Dafür bedarf es gut ausgebildeter Fachkräfte. Wir müssen daher die Anstrengungen für gute Schulbildung verstärken und nicht weiter zurückfahren. Das Bilderbuch ist eines der wichtigsten frühkindlichen Lernmedien und der Schlüssel für eine weitere positive Entwicklung. Kinder, die von Anfang an mit Bilderbüchern aufwachsen, tun sich später mit dem Spracherwerb und dem Lesenlernen leichter“, so Peter Klotzki, BFB-Hauptgeschäftsführer.

Oft schlechte Lesekompetenz

Aus diesem Grunde engagierten sich die Freien Berufe auch im Bereich der Leseförderung. Klotzki beklagt, dass schon jetzt in Deutschland zu viele Schulabgänger gebe, die nicht ausbildungsreif seien. Schon jetzt gebe es Millionen Menschen, die in Deutschland einen Schulabschluss machten, ohne richtig lesen und schreiben zu können. Studien belegten die schlechten Lesekompetenzen der Viertklässlerinnen und Viertklässler. Deutschland schneide bei der Lesekompetenz der Grundschüler schlechter ab als viele andere europäische Länder.

„Viele Ausbildungsstellen setzen gute Deutschkenntnisse, auch im Bereich der Rechtschreibung, voraus. Vor diesem Hintergrund müssen die Anstrengungen auf allen Ebenen verstärkt werden, damit ein Schulabschluss in Deutschland wieder mit guten Kompetenzen im Bereich des Schreibens und Lesens einhergeht. Zudem steigt die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss. Wir brauchen somit mehr Frühförderung im Bereich des Lesens und der Sprachvermittlung und nicht weniger. Die Mittelstreichung für das Projekt „Lesestart 1-2-3“ geht in die völlig falsche Richtung und wird die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt und den Fachkräftemangel verschärfen“, ergänzt Klotzki.

Über den BFB:

Der Bundesverband der Freien Berufe e. V. (BFB) vertritt als einziger Spitzenverband der freiberuflichen Kammern und Verbände die Interessen der Freien Berufe, darunter sowohl Selbstständige als auch Angestellte, in Deutschland. Allein die rund 1,49 Millionen selbstständigen Freiberuflerinnen und Freiberufler steuern rund zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Sie beschäftigen knapp 4,8 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – darunter knapp 129.000 Auszubildende. Die Bedeutung der Freien Berufe für Wirtschaft und Gesellschaft geht jedoch weit über ökonomische Aspekte hinaus: Die Gemeinwohlorientierung ist ein Alleinstellungsmerkmal der Freien Berufe.

Der BFB online:

Web: www.freie-berufe.de
LinkedIn: www.linkedin.de/company/bundesverband-der-freien-berufe
Podcast „Klotzki und Sigmund“: https://open.spotify.com/show/3kou6SA60SDyUpDbZVdm9e

Ihr Ansprechpartner:

Luca Samlidis
Head of Media | Pressesprecher
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